Wie jedes Jahr Anfang November veranstalteten am 07.11.14 die 53 Klassen, die an diesem Freitag Unterricht hatten, einen Projekttag gegen Rassismus und für Courage. Die Fachkonferenz Politik und die SV hatten wieder ein umfangreiches Programmangebot erstellt, das sachlich und auch emotional das Engagement für das Thema stärken sollte. 

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit Gruppenarbeiten in den Klassen zu Flucht und Asyl, Vorurteilen und Nationalsozialismus, mit den Filmen „Vincent will meer“, „Die Kriegerin“, „Im Labyrinth des Schweigens“, „American History X“ sowie „Die Arier“; sie erstellten Kunstproduktionen, die als Fotos in der Pausenhalle besichtigt werden können, besuchten die Aufführung der Improvisationstheatergruppe „Die Hottenlotten“ in der Aula, nahmen an einer Exkursion zu den „Stolpersteinen“ in der Bochumer Innenstadt teil und führten Gespräche mit den Besuchern Frau Prof. Gisela Knaup und dem bekannten Fußballprofi Gerald Asamoah, der es mit seinem erheblichen Charisma schaffte, insbesondere unsere Sportklassen gegen Rassismus zu sensibilisieren. 

In der Abschlussveranstaltung beeindruckten uns ein Chor der Fachschule für Sozialpädagogik, der Auftritt von zwei Rappern sowie eine Fotodokumentation der Freizeitsportleiterklasse FA13A. Die SV hatte in mühsamer Handarbeit Ballons mit Gas befüllt und mit Kordeln bestückt, an die die Schülerinnen und Schüler Zettel mit ihren persönlichen Begründungen gegen Rassismus hefteten und gemeinsam in den Himmel über der Schule steigen ließen.

Es sind bereits einige Reaktionen (per Mail und Telefon) auf die Ballons bei uns eingegangen, an denen wir große Zustimmung erkennen konnten.

Aus Vechta erreichte uns z.B. die folgende Mail:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

gestern fand ich im Garten einen Zettel mit Band (wahrscheinlich war ein Luftballon daran befestigt), auf dem stand: "Ich bin gegen Rassismus, weil ich Menschen nach den inneren Werten beurteile." Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen. Freundliche Grüße aus Vechta (im schönen Oldenburger Münsterland)."

Wir freuen uns über diese Mitteilungen und hoffen, auf diese Weise nicht nur schulintern zum Nachdenken über Rassismus angeregt zu haben!