IdA ist keine Schülerin des Alice-Salomon-Berufskollegs, sondern wieder einmal eine Abkürzung. Aber IdA ist bemerkenswert und bedeutet "Integration durch Austausch".In einem Kooperationsprojekt mit der Gewerkstatt haben zehn Schüler und Schülerinnen aus der BQF1  durch ein Auslandspraktikum in Kolobrzeg (Kolberg) ihre beruflichen und sozialen Kompetenzen geschärft.

Bereits zu Beginn des Schuljahres war für die Schüler und Schülerinnen klar:  das IdA Projekt ist es wert, jeden Dienstag nach Ende der offiziellen Unterrichtszeit zwei bis drei Schulstunden Grundlagen der polnischen Sprache zu erlernen und jeden zweiten Mittwoch zwei Stunden früher zur Schule zu kommen, um landeskundliche Informationen zu erhalten. Voraussetzung für die Teilnahme am Auslandspraktikum war die aktive Mitarbeit an Workshops und Informationsveranstaltungen, die an mehreren Samstagen angeboten wurden.Schon vor dem Auslandsaufenthalt haben die beteiligten Schüler und Schülerinnen einen enormen Teamgeist entwickelt. Häufig verabredete sich die gesamte Gruppe außerhalb der Schule, um   Wochenplan- und Hausaufgaben gemeinsam zu erarbeiten. Die Schüler waren fest entschlossen, dafür Sorge zu tragen, dass alle Beteiligten den Bildungsgang erfolgreich beenden.Gegen Ende der fünf Wochen des  Praktikums fühlten sich die Schüler nach eigenen Angaben bereits wie eine kleine Familie. Sie teilten  nicht nur die Zimmer, sondern auch Heimweh, Liebes- und Kartoffelkummer. (Das kann ich nicht mehr essen, !)Seltsamerweise funktionierten sogar die Wecker besser als in Bochum, so dass alle BQFler  pünktlich beim Frühstück saßen, ja sogar rechtzeitig bei den Praktikumsstellen im Gartencenter Hortulus, im Frisörsalon oder im Hotel eintrafen.....


Das liebevolle Orga-Team vor Ort sorgte dafür, dass den Schülern neben der Arbeit im Praktikum auch ein Bündel an  Freizeitangeboten zur Verfügung stand: während vor allem die Herren das kostenlose Angebot nutzten, im Fitnessstudio "ordentlich zu pumpen", zogen die Damen eher einen "Weiberabend" im Schwimmbad vor.Gemeinsame Radtouren entlang der Ostseeküste, eine Stadtexkursion nach Danzig, Disko am Wochenende und ausgiebige Strandspaziergänge nach Feierabend unterstützten den Wohlfühlcharakter in Kolberg. Am Schluss des Aufenthaltes konnte sich die Klassenlehrerin beinahe daran gewöhnen, dass Majo und Ketchup in schier unvorstellbarer Menge grundsätzlich unter jedes Menu gerührt werden muss....Vielleicht könnten wir diesen kleinen Makel im Rahmen des nächsten Praktikums beheben ?