Zuhause – Was ist das denn?

Angekommen in Deutschland, aber noch nicht zu Hause, nur Da-Heim.

Das Schauspielhaus Bochum hat seine Ankündigung wahr gemacht, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nicht allein zu lassen und weiter mit ihnen zu arbeiten. Nach dem überraschenden Erfolg des Tanztheaterstückes „Angekommen“ in der letzten Saison bringt das Theater zur Zeit in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Stiftung Overdyck die Nachfolge-Produktion Da-Heim auf die Bühne an der Königsallee.
Da-heim dreht sich um den Verlust von Geborgenheit und die zwiespältigen, eben auch positiven Erfahrungen in einer fremden Bleibe, die man Wohngruppe nennt. Ist das Heim ein richtiges Zuhause?
Und wieder ist ein Schüler des Alice-Salomon-Berufskollegs neu dabei. 

Amadou Sow aus der Internationalen Förderklasse ist erst seit wenigen Wochen an unserer Schule und gehört zu der Gruppe junger Erwachsener und minderjähriger Jugendlicher aus betreuten Wohngruppen, die im Theater Unten über Gewalt in der Familie, Trennung und zerbrechliche Träume in der neuen Gemeinschaft nachsinnen. Vor einem imposanten Bühnenbild mit einem riesigen Flokati, der von Gitterstäben umzäunt ist, tanzen die Darsteller virtuos und sprechen über sehr persönliche Dinge. Ihnen gelingt laut WAZ „ein eindringliches Tanztheaterstück“ „mit bewegender Wirkung“.
„Schlagen? – Nein!“ fasst Amadou die Aussage des Stückes im Deutschunterricht zusammen. Recht hat er! Gewalt ist keine Lösung.

Die nächsten Aufführungen finden am 24. und 25. Juni 2014 im Theater "Unten" statt.

Wie im letzten Jahr sind dann auch wieder die Alice-Salomon-Schüler Ali Razai, Tharshan Sattiyasegaran und seine Schwester Tharsini auf der Bühne zu sehen.

UPDATE:
Das Tanztheaterstück Da-Heim ist als eine von nur sieben Produktionen zum 1. Tanztreffen der Jugend der Berliner Festspiele (24.8. - 1.9.2014) eingeladen worden. Unsere Schüler werden dabei sein.