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Studienfahrt nach Izmir

 

Bericht WAZ

Angehende Erzieherinnen informieren sich über das türkische Bildungssystem

Nach einem Jahr intensiver Vorbereitung sind 15 angehende Erzieherinnen des Alice-Salomon-Berufskollegs Ende April für eine Woche nach Izmir gefahren. Im letzten Jahr der Ausbildung, dem Berufspraktikum, machten sie sich mit ihren Lehrerinnen Annette Küpper und Nurcan Yildirim mutig, interessiert und offen auf den Weg das Schulsystem und die Elementarerziehung in der Türkei kennen zu lernen. Am Flughafen wurden sie von Serife Celik, der Englischlehrerin an einem Berufskolleg in Izmir, ihrer freundlichen englisch sprechenden Tochter und dem stellvertretenden Schulleiter (Kunstlehrer im Bereich Grafik/Design) mit dem Kleinbus abgeholt, der ihnen während der gesamten Zeit zur Verfügung stand. Serife, die Kooperationspartnerin, hatte nach den Wünschen der Teilnehmerinnen alle Exkursionen geplant. Sie begleitete die Gruppe jeden Tag und beantwortete alle Fragen geduldig und kompetent. Im Lehrerhaus (eigentlich eine Unterbringungsmöglichkeit für türkische LehrerInnen) verbrachten die Studierenden eine unvergessliche Woche mit herrlichem Blick über die Küste und das Zentrum der 3 Millionen-Stadt Izmir.

Am 23.4. wird in der Türkei ein Kinderfest gefeiert. Im Stadion findet ein großes internationales Kinderfest mit Darbietungen von Kindern aus verschiedenen Ländern statt. Die Studierenden nahmen an einer Feier an einer Grundschule teil. Sie wurden in die erste Reihe geführt und los ging es. Schweigeminute, Nationalhymne. Fasziniert waren sie über die perfekte Aufführung, von den disziplinierten Leistungen der vielen Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen. Aus jeder Landesregion wurden in entsprechenden Kostümen Tänze, kleine Theaterstücke aufgeführt und passende Lieder gesungen. Ausdrucksstark mit kräftiger Stimme präsentierten sich schon die Kleinsten, angefeuert von begeisterten Eltern und LehrerInnen. Nach der Verabschiedung durch die Schulleitung ging es über stark befahrene Straßen zum Zentrum, überall hingen riesige rote Fahnen, die Nationalfahne und rote Transparente mit dem Bild von Atatürk. Im Zentrum tauchte die Gruppe zum ersten Mal ein in die engen Gassen des Basars mit fremdartigen Gerüchen, Lebensmitteln, Waren aller Art, Cafés, kleinen Restaurants, Moscheen. Nach der Stärkung mit türkischem Tee oder Mocca besuchten die Studierenden die älteste und größte Moschee der Stadt. Im Saal des Lehrerhauses, der für Hochzeitsfeiern geschmückt wird, hatten sie abends die Gelegenheit sich über die vielfältigen Begegnungen und Eindrücke auszutauschen.

Am nächsten Tag wurden sie von der Schulleitung, SchülerInnen und LehrerInnen im Berufskolleg herzlich empfangen. Sie lernten die Räumlichkeiten des Berufskollegs mit allen Bildungsgängen kennen, hatten die Gelegenheit mit Lehrerinnen und SchülerInnen zu sprechen und bekamen einen Einblick in die vielfältige Arbeit der verschiedenen Bereiche, u.a. dem Bereich Kinderpflege, Catering, Marine, Grafik/Design, Schneidern, Kosmetik/Frisör, Informatik. Nach einem Mittagessen, hergestellt im Schulrestaurant, ging es zum Empfang mit alkoholfreien Cocktails, wunderbar verzierten Häppchen zum Fest mit Eltern im angrenzenden Kindergarten. Über 2 Stunden führten die Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren Tänze und Sketche in verschiedenen stets wechselnden Kostümen auf der Bühne vor.

In den kommenden Tagen lernten sie noch verschiedene staatliche und private Kindertages-Einrichtungen kennen, wo sie stets herzlich empfangen und stets reichlich bewirtet wurden. Oftmals wurden sie mit einem Lied oder einer Tanzvorführung begrüßt. In Gesprächen erfuhren sie viel über die Organisation der Arbeit, die pädagogischen Zielsetzungen und die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen.

Da die Ausbildung der Erzieherinnen in der Türkei an der Uni stattfindet, war es der Wunsch der Gruppe aus Bochum auch dort einen Einblick zu bekommen. Nach einer Überprüfung durch das Sicherheitspersonal konnten sie das Uni-Gelände der bekannten großen Universität von Izmir betreten. Der Campus ist ein weitläufiger Park mit Rosenbeeten, schattigen Bäumen und Sitzecken im Grünen, der nur den Studierenden der Universität zur Verfügung steht. Im Gebäude für die Erzieherausbildung hatte die Reisegruppe die Gelegenheit sich intensiv über die Ausbildung zu informieren und Unterschiede zu klären und zu diskutieren. Interessant war die Teilnahme an einer Abschlusspräsentation der Studierenden zu einem Projekt zum Thema Sprachförderung.

Zu kurz gekommen sind bei dem umfangreichen fachlich orientierten Programm auch nicht das Besichtigen verschiedener Sehenswürdigkeiten, das Probieren anderer Speisen und Getränke, die Kontakte zur Bevölkerung und der intensive Austausch untereinander.

Der Anfang ist gemacht. Fortsetzung erwünscht! Sponsoren und engagierte Menschen dringend gesucht um auch den engagierten GastgeberInnen den Aufenthalt zu ermöglichen.

Am 13. und 14. Juni findet das Abschlusskolloquium zur staatlich geprüften Erzieherin/zum staatlich geprüften Erzieher statt. Hoffen wir, dass die gut ausgebildeten jungen Frauen und Männer im Anschluss bald eine Stelle finden werden.

Annette Küpper, 2012-06-04

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