In diesem Jahr konnten am Alice-Salomon-Berufskolleg wieder Abiturzeugnisse in den Bildungsgängen„Freizeitsportleiter(in)/Allgemeine Hochschulreife“ sowie „Erzieher(in)/Allgemeine Hochschulreife“ ausgegeben werden. Wir gratulieren allen Abiturientinnen und Abiturienten zum Erreichen des angestrebten Abschlusses und wünschen Ihnen alles Gute für den weiteren Lebensweg.

abikl


Download des Bildes: Abitur2007

Wettstreit mit Wolfsbarsch
Stimmengewirr, geschäftiges Messerklappern und das charakteristische Klappern von Rührgeräten in Metallschüsseln erfüllen den Raum. Dazwischen der durchdringende Ruf: „Noch nicht anrichten!“
Schauplatz ist die Großküche des Alice-Salomon-Berufskollegs. Ausgetragen wurden Mittwoch Abend die Bezirksmeisterschaften für Gastronomie-Azubis. Die Nervosität nimmt spürbar zu. Leise Flüche sind zu vernehmen. „Wir verzögern den Beginn bewusst“, erklärt Josef Kachel vom Haus Kemnade, schließlich stehe ja auch im richtigen Restaurantbetrieb oft „noch kurzfristig ein Onkel am Tisch auf, um die Gesellschaft mit einer Tischrede zu beglücken“.
Jetzt kommt es darauf an, „Temperatur rauszunehmen, den Garpunkt zu kontrollieren“, sagt Nachwuchskoch Anton Davydenko. Für ihn anscheinend Routine: „Verzögerungen gibt es immer, darauf muss man achten!“ Währenddessen treffen Messer und Finger eines Mitbewerbers aufeinander. „Handschuhe sind dort!“, ruft Josef Kachel, der seine Augen überall zu haben scheint.

Risikoarbeitsplatz Küche
Auch der Umgang mit den Arbeitsgeräten wird in die Bewertung einfließen. „Wenn jemand mit so einem Messer so ne kleine Tomate schneidet, ist das nicht sachgemäß, sondern Massenmord“, stellt Jurymitglied Mario Skorch gestenreich fest.
Für die 40 geladenen Ehrengäste im angrenzenden Restaurant, unter ihnen Bürgermeisterin Gabi Schäfer und Sponsor Hugo Fiege, nimmt somit ein gaumenfreudiger Abend seinen Lauf.
An unter dem Motto „Mittelmeer“ dekorierten Tischen werden die unterschiedlichen Drei-Gänge-Menüs serviert. Obligatorische Zutaten: Wolfsbarsch, Lammcarrée, Ananas. Laudator Frank Goosen (unteres Bild) stellt fest, „lange nicht mehr so gut bekocht worden zu sein“. Deshalb habe er auch seine Frau gedrängt, „fleißig mitzuschreiben“, denn selbst kann Goosen vor allem „gut Pizza...bestellen“.
Dieser Abend stellt die Jury vor keine leichte Aufgabe. Nach langer Auswertung stehen die Sieger aber doch fest: Julia Hofmann vom Parkhotel Witten wird beste Hotelfachangestellte, Sigrid Dobrinski (Mutter Wittig) räumt den Fiege-Pokal für Restaurantfachangestellte ab.

Wunschtraum
Anton Davydenko von der Paulaner Botschaft wird Kochsieger und muss sich ob der Überraschung erst einmal kneifen lassen. „Unglaublich“ sei das alles. Sein nächster Traum: Ein eigenes Lokal in der Ukraine eröffnen, denn: „die Heimat ruft immer!“ -

bez1
 bez2goosen
 

Text: Ruhr-Nachrichten (Bastian Roskam)
Fotos: Journalistenbüro Herne

Quelle: WAZ, 06.02.07 - von Bianca Braunschweig

Teddybären gucken dich mit ihren Knopfaugen an. Im Schutz der Eisberge präsentieren Pinguine stolz ihren Frack und die kleinen Mäuse sehen auf dem Käselaib einfach zum Anknabbern aus: Kein Wunder, schließlich sind sie einfach alle so süß. Zuckersüß, natürlich. Denn bei den putzigen Tierchen handelt es sich nicht um welche aus Fleisch und Blut, sondern um filigran gearbeitete Kunstwerke aus Marzipan. Zu sehen waren sie gestern beim Torten-Wettbewerb der Konditoren-Innung im Alice-Salomon-Kolleg.

Jährlich lädt die Konditoren-Innung Auszubildende des zweiten und dritten Lehrjahres zum Tortenwettbewerb ein. Dieses Mal stand das Thema "Kindergeburtstag" auf dem Programm. "Es ist wichtig, dass die Schüler lernen, selbst Kreativität einzubringen und nicht nur die Ideen Anderer umsetzen", erläutert Matthias Messner, Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Er zieht die Augenbraue hoch und ergänzt, dass es aber vor allem darauf ankommt, die erlernte Technik unter professionellen Bedingungen umzusetzen. Dabei ist neben der Sauberkeit und dem sparsamen Umgang mit denen vom Ausbildungsbetrieb gestifteten Rohstoffen auch das Zeitmanagement wichtig.

Drei Stunden lang hatten die 19 Nachwuchs-Zuckerbäcker Zeit, um aus den vorbereiteten Böden ein kulinarisch sowie optisch ansprechendes Objekt zu kreieren. Und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Das fand nicht nur Messner, sondern auch Konditor-Meisterin Jessica Huber und klopft Azubi Regina Stewen auf die Schulter. Die 21-Jährige ist bei "Lingemann" im zweiten Lehrjahr und heimste dank ihrer märchenhaften Torte den dritten Platz ein. "Ich bin stolz auf mich", strahlt sie und zeigt auf die Prinzessin vor dem Brunnen mit dem Froschkönig. "Der Oberkörper hat mir echt Probleme bereitet. Die Arme sind ein paar mal abgefallen". Davon sieht man nichts mehr.

Erfreut über ihre Siegerurkunden waren auch Bianca Birkfeld, die mit ihrer dreistöckigen Mäusetorte aus Buttercreme den zweiten Platz (3. Lehrjahr) belegte. Andreas Vaccaro, der mit seiner Ritterburg aus Mürbeteig, Marzipan und Kuvertüre auf den dritten Platz (3. Lj.) kam und natürlich Raphaeal Raue. Er hatte nicht mit einem Sieg gerechnet und freute sich umso mehr, dass er mit seinem süßen Dschungelbuch die 4-köpfige Jury so sehr beeindruckte, dass sie ihn mit dem ersten Platz bei der Oberstufe belohnte. Letztes Jahr hatte kam er nicht unter die ersten Drei, dieses Mal steht er ganz oben auf dem Siegertreppchen. Raphael Rauer, Azubi bei der Herner Konditorei "Wiacker", überzeugte mit seinem Dschungelbuch.

torte1
 torte2
 torte3
 

Fotos: Werner Schiller

 

FSP 11 experimentiert mit Feuer, Wasser, Luft und Erde

Was braucht ein Feuer zum Brennen? Was kann man tun, um es wieder zu löschen? Wie funktioniert eine Lupe? Aus welchen Schichten besteht die Erde?
Diesen Fragen konnten 25 Vorschulkinder der Kindertageseinrichtung Akademiestraße während der Präsentation der Projektergebnisse der FSP 11 A/B auf spielerische Art und Weise nachgehen.
Zunächst sammelten die Schüler/innen der Fachschule für Sozial- und Gesundheitswesen viele Ideen zu kindgerechten Experimentiermöglichkeiten. Während der Projektwoche wurden diese Ideen ausgearbeitet und schließlich am 12.02. gemeinsam mit einer Kindergruppe der Kindertageseinrichtung Akademiestraße ausprobiert.

Lernen durch Erfahrungen
Die Versuche waren gut durchdacht und lehrreich: Die Kinder wurden angeleitet die Natur zu beobachten und das weckte viel Faszination. Der Zugang fand vor allem auf der Ebene des Ausprobierens statt. Genau das ist notwendig, um eine naturwissenschaftliche Bildungsbasis - deren Notwendigkeit spätestens seit dem PISA-Schock immer deutlicher wird - herzustellen. So hält auch die neue Bildungsvereinbarung NRW die Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Themen für notwendig, um das naturwissenschaftlich-logische Denken bereits im frühen Kindesalter zu fördern.

fsp1 
 fsp2
 fsp3
 fsp4

Seit Anfang des Jahres erstrahlt die Küche von der Schülerfirma Alices Restaurant in neuem Glanz. Der komplette Küchenbereich wurde modernisiert. Herzstück ist eine große Kochinsel mit mehreren Gasöfen und Gasherden, die professionellen Ansprüchen genügt.
Zur Wiedereröffnung begrüßten Werkstattlehrer Volker Bingener und sein Team die Lehrer des Alice-Salomon-Berufskollegs zu verschiedenen Snacks im Restaurant: Meerestiere, Fleisch- und Gemüsegerichte - für jeden Geschmack war etwas dabei.
Im ersten Jahr haben es Volker Bingener und Elisabeth Wawro, die den theoretischen Teil der Berufsvorbereitung betreut, geschafft, drei Schüler in eine Ausbildung zu vermitteln. Die Betriebe profitieren gerne von der soliden Grundausbildung, welche die Schüler in Alices Restaurant erhalten. Auch in diesem Schuljahr sind die beiden Lehrer optimistisch, Schüler vermitteln zu können - mehrere Betriebe, in denen Schüler ein Praktikum absolviert haben, signalisieren bereits Interesse.

 bing1
 bing2
 bing3