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ASBK-Schüler beim Kinder- und Jugendtheaterfestival

Braune Engel

Das Alice-Salomon-Berufskolleg war zu Gast beim Kinder- und Jugendtheaterfestival gegen Gewalt. Gleich vier Klassen aus dem Bereich Erziehung sahen am 19.10.07 im Kulturmagazin Bochum Gerthe das Stück "Braune Engel" vom Theater Freier Vogel Bochum.

Denn das Thema Gewalt in all seinen Facetten geht uns an - uns selbst und uns als angehende Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen.

„Beeindruckend, sehr beeindruckend“, so lauteten einhellig die Kommentare von Lehrern und Schülern nach Vorstellungsende und dem Gespräch mit den Schauspielern. Respekt von uns allen für ein von A-Z selbst entwickeltes Stück, das sehr lebendig und mit viel Spannung und Glaubwürdigkeit die „braune“ Gewalt beleuchtet.

Basierend auf hervorragender Recherche auch in der nahen Umgebung (Wattenscheid und Herne) knüpft das Stück ebenso eindrucksvoll an historische Tatsachen nationalsozialistischer Vergangenheit an. Entwicklung des Stückes, Regie, Bühnenbild, Choreographie, Schauspiel ... alles wird von nur zwei Personen hervorragend gemacht: Birgit Iserloh und Ralf Lam-brecht. Kaum zu glauben.!

Im Fokus der Theaterscheinwerfer entwickelt sich fernab von Klischees die Story der braunen Engel: Aishe auf der Flucht vor der Zwangsverheiratung wird von Kalle, einem rechtsradikalen jungen Mann auf der Suche nach „Klatschbarem gestellt“. Es passiert das, was der Zuschauer vermutet: Kalle nutzt seine Übermacht, vergewaltigt und tötet Aishe.-  Aishe wehrt sich trotz der faktischen Machtverhältnisse mit einem Pflasterstein, den sie Kalle treffend an den Kopf befördert. Beide treffen sich in einer Art Vorhölle, erleben eine Gefangenschaft zu zweit – und: die Machtverhältnisse haben sich komplett gewandelt. Aishe ist jetzt die stärkere, klügere - Kalle hat keine Macht mehr, sein Baseballschläger schlägt nicht mehr und -  ganz deutlich wird: viel mehr hat er nicht! Stück um Stück werden nämlich in der Höllenbeziehung seine rechtsradikalen Mythen entlarvt. Traurige Geschichten und verborgene Wahrheiten von Migrantenwirklichkeiten bis zur Leugnung des Holocausts dringen in der Vorhölle zutage: Es gibt eindeutige Stellungnahmen: „Pflastersteine sind keine Lösung!“, es gibt die Aufforderung des Publikums zur Stellungnahme – darf er die Vorhölle verlassen?

Engagiertes und tolles Theater vom Thema bis zum hervorragenden Spiel. Danke für gute, womöglich auch neue Impulse in der eigenen und in der berufsbezogenen thematischen Auseinandersetzung mit „brauner“ Gewalt.

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