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„Eurotoques“ schließt heute Vereinbarung mit Alice-Salomon-Kolleg
 
Die internationale Köche-Vereinigung „Eurotoques“ arbeitet erstmals mit einer Berufsschule zusammen. Am heutigen Montag wird im Alice-Salomon-Berufskolleg eine Kooperationsvereinbarung besiegelt.

Nachhaltig kochen, wirtschaften und genießen, vor allem durch regionale und saisonale Küche: Das haben sich die „Eurotoques“-Köche auf die Fahnen geschrieben. 120 sind es in Deutschland – in Bochum Andreas Schreiner („Schreiner’s essen + trinken“) als Vizepräsident, Hans-Jürgen Hausberg (Hopfengarten) und Axel Schmidt (Zum Neuling). Sie und weitere Küchenmeister werden den angehenden Köchen im Berufskolleg künftig zur Seite stehen. „Zur Vorbereitung auf die Zwischen- und Abschlussprüfung richten wir Workshops ein, starten Service-Schulungen und holen auch unsere Geschäftspartner aus der Gastronomie und Industrie mit ins Boot“, kündigt Andreas Schreiner (Bild oben) an. Die Qualität der schulischen Ausbildung werde damit deutlich verbessert.
Das glaubt auch Schulleiter Johannes Kohtz-Cavlak: Die Zusammenarbeit mit „Euro-toques“ sei „sehr wichtig und etwas Besonderes“ für das Berufskolleg.


22 Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Sport (CBS) haben es geschafft! Am Dienstag erhielten die Schülerinnen und Schüler ihre offiziellen Zertifikate (DFB-Junior-Coach). Damit kommen sie ihrem Ziel, eine Laufbahn als Trainerin oder Trainer einzuschlagen, einen Schritt näher.
Nach einer über mehrere Wochen andauernden 40-stündigen Schulung sind sie nun offiziell ausgebildete Nachwuchstrainer. An der vom DFB mit Unterstützung der Commerzbank initiierten Ausbildung zum DFB-Junior-Coach nimmt das Alice-Salomon Berufskolleg zum dritten Mal erfolgreich teil. Der DFB kooperiert in diesem Projekt mit ausgewählten Schulen, um fußballbegeisterten Schülerinnen und Schülern über 15 Jahren den Einstieg in die lizensierte Trainertätigkeit zu erleichtern. Neben dem sportspezifischen Wissen wird auch Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung gelegt, denn Trainer zu sein, bedeutet auch Verantwortung zu übernehmen und die eigene Freude am Sport anderen vermitteln zu können.

Unsere Maschine ging am 17. Februar um 15:35Uhr vom Flughafen in Düsseldorf und nahm ihren Kurs Richtung Schottland im Vereinigten Königreich.
An Bord saßen wir, zehn Schüler des Alice-Salomon-Berufskollegs Bochum. Je ein Koch in Ausbildung, eine Bäckerin, eine Friseurin, zwei angehende Sozialassistenten und fünf Hotelfachfrauen und -männer  im zweiten/dritten Ausbildungsjahr.
Wir waren auf dem Weg nach Edinburgh, wo wir im Rahmen des Erasmus-Programms alle ein zehntägiges Praktikum in einem lokalen Betrieb aus der jeweiligen Branche absolvieren würden. Die Kontakte hatten unsere Lehrerinnen und Lehrer hergestellt.
Wir Auszubildende absolvierten unsere „placements“ unter anderem in der Cherryroad Tagespflege für Menschen mit Behinderung, in zwei Hotels der Marke Ibis, im MacDonald Hollyrood Hotel, dem Friseursalon Toni & Guys und dem Edinburgh College. Aber auch das mehrfach ausgezeichnete Balmoral Hotel und die lokal prominente Bäckerei Mimi`s Bakehouse stellten Praktikumsplätze zur Verfügung.
Schnell war uns klar: Die ungewohnte Sprache, erschwert noch zu verstehen durch den schottischen Dialekt, war nicht das einzige Hindernis, das es zu überwinden galt. Wir haben gelernt, wie man in Schottland Bus bzw. Bahn fährt, um die bis zu anderthalb Stunden entfernten Betriebe zu erreichen.
Wir haben uns in neue Betriebsabläufe eingewöhnt, wobei uns aufgefallen ist, dass wir häufig für kleine Aufgaben eingesetzt wurden und das mit intensiver Anleitung. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die meisten Schotten nach ihrer abgeschlossenen Schulausbildung entweder studieren oder direkt ins Arbeitsleben einsteigen. Eine duale Ausbildung wie in Deutschland gibt es nicht. Aber überall wurde schnell anerkannt, dass wir einige Kenntnisse aus unserer Berufsausbildung mitgebracht haben und einbringen konnten. Am Ende erhielten wir großartige Rückmeldungen und Empfehlungsschreiben.
Was uns sehr beeindruckt hat ist die allgemeine Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Verständigungsbereitschaft der Edinburgher. Dies sorgte dafür, dass wir uns schnell wohl und akzeptiert fühlten. 
Neben den Praktika organisierte die Firma Confluence Scotland Language Services das Rahmenprogramm: Sprach-Workshops und Sightseeing-Touren zu umliegenden Sehenswürdigkeiten wie den Ruinen von Tantallon Castle oder der Glenkinchie Whisky Destillerie.
Auch mehrere Besuche der Altstadt von Edinburgh standen auf dem Programm.
Untergebracht waren wir im Wohnheim des Edinburgh Colleges Milton Road Campus. Dort organisierten wir unseren Gruppenalltag: Einkauf, das Kochen, die Wäsche und gemeinsame Freizeitaktivitäten – alles selbstständig und demokratisch.
Dazu standen uns ein 24h-Supermarkt in der Nähe, eine Küche sowie Waschmaschinen und Trockner in der Unterkunft zur Verfügung. Auch das Gym und den Pool im Clubhouse auf dem Campus durften wir nutzen.
Zur Erholung lud der zehn Minuten Fußweg entfernte Strand von Portobello ein. Gerade an den vielen ungewöhnlich sonnigen Tagen der ersten beiden Wochen konnte man den Strand zum Joggen oder Spazierengehen nutzen.
Eine Entdeckung waren die nahegelegenen Charity Shops, die kleinen Cafes und Restaurants. Hier konnte man nicht nur günstig einkaufen oder gemütlich beisammen sitzen, sondern auch Kontakte knüpfen zur schottischen Bevölkerung. Eine gute Gelegenheit Englisch zu sprechen und die eigenen Sprachkenntnisse zu verbessern.
Am Ende der drei Wochen sind wir uns einig: Es hat sich gelohnt!
Für Dominik (26, Sozialassistent) hat sich mit der Schottlandreise ein kleiner Traum erfüllt. Delia (20, Hotelfachfrau) hat Freundschaften geschlossen, die über Landesgrenzen hinaus bestehen bleiben. Ich (21, Sozialassistent) habe neue Ansätze und Inspiration für meine spätere Laufbahn gewonnen.
Wir sagen vielen Dank und Cheers! :)