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Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz

Schüler*innen des Alice-Salomon-Berufskollegs aus dem Bereich Gesundheit haben sich im SJ 2020/21 intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandergesetzt. In verschiedensten Projekten wurde besonders die Rolle der Ärzte und Pflegekräfte bei der Euthanasie aufgearbeitet. Zum Abschluss dieser vertiefenden Studien fand eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz statt. Bei einem begleitenden Vorbereitungstreffen würdigte der Bochumer Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel das Engagement der Schüler*innen. Aus seiner Erfahrung verändert die Auseinandersetzung mit dem Gräuel des Nationalsozialismus, das besonders in Auschwitz greifbar wird, die Menschen. „Die nachfolgenden Generationen sind nicht dafür verantwortlich, was in der NS-Zeit geschah, aber sie tragen die Verantwortung dafür, die Demokratie zu erhalten, damit die Würde des Menschen unantastbar bleibt.“ Daher bezeichnet Yüksel die Lernenden in seiner Ansprache als „Botschafter des Friedens“.
23.08.2021 DRVG

Gebannt lauschen die Zuhörer der Rede des Bochumer Landtagabgeordneten Serdar YükselGebannt lauschen die Zuhörer der Rede des Bochumer Landtagabgeordneten Serdar Yüksel

Nach der Fahrt erstellten die Schüler*innen des Alice-Salomon-Berufskollegs einen filmischen Beitrag, der gegen das Vergessen der Gräueltaten des Nationalismus gerichtet ist:


Die WAZ schrieb dazu: 

„Es bleibt Unverständnis“

Hinter Alice-Salomon-Berufsschülern liegt eine bewegende Reise nach Auschwitz. Entstanden sind Erinnerungen, die bleiben. Künftig sollen mehr als tausend Schüler pro Jahr fahren, plant die Schule

40 Schülerinnen und Schüler des Alice-Salomon-Berufskollegs haben eine Fahrt nach Auschwitz gemacht. Entstanden sind Erinnerungen, die bleiben und etwas in der Denkweise verändert haben.
(Thomas Zehnter & Carolin Rau)

Diese Tage werden die Schülerinnen und Schüler des Alice-Salomon-Berufskollegs nicht mehr vergessen. Vergangene Woche sind 37 von ihnen zusammen mit einigen Lehrkräften nach Auschwitz gereist. „Wir haben uns im Unterricht zuvor viel informiert, doch das alles vor Ort zu sehen, ist noch mal eine ganz andere Nummer“, sagt Schüler Shirwan Kadlo (20).
Sonntagabends um 22 Uhr geht es für die Reisegruppe los. Vor ihnen liegen 15 Stunden Fahrt – der Beginn einer Reise, die in Erinnerung bleibt und etwas nachhaltig in den jungen Männern und Frauen verändert. Für die Berufsschülerinnen und -schüler aus dem Bereich Gesundheit stehen Besuche im Stammlager Auschwitz (Auschwitz I) und dem Arbeits- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau (Auschwitz II), Führungen und Gespräche mit einem Zeitzeugen auf dem Programm.
„Was ich besonders emotional fand: die Haare der Verstorbenen im Stammlager zu sehen. Das war einer der krassesten Punkte, da bekomme ich noch immer Gänsehaut“, erzählt Schülerin Jacqueline Lippe (20) nur wenige Tage nach der Rückkehr aus Polen. „Das war sehr bedrückend“, ergänzt Mitschüler Tjark Wiezoreck (18). „Es bleibt Unverständnis, wie man so etwas so vielen Menschen antun kann.“

Jedes Menschenleben ist wertvoll

In verschiedenen Projekten hatten sich die Schülerinnen und Schüler des Alice-Salomon-Berufskollegs im vorherigen Schuljahr intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Die Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz war der Abschluss dieses Unterrichtsschwerpunktes, der Impuls kam vom Bochumer Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel (SPD). „Die nachfolgenden Generationen sind nicht dafür verantwortlich, was in der NS-Zeit geschah, aber sie tragen die Verantwortung dafür, die Demokratie zu erhalten, damit die Würde des Menschen unantastbar bleibt“, sagte er in einer Rede bei einem Vorbereitungstreffen mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) aus Dortmund, das Fördermittel vergibt.
Das nehmen die Schülerinnen und Schüler von der Reise mit: „Jedes Menschenleben ist wertvoll. Egal, welche Religion oder welche Herkunft jemand hat. Wichtig ist, dass der Charakter stimmt“, sagt Schülerin Emily Emrich (18). Der Besuch des Konzentrationslagers habe die Schülerinnen und Schüler sensibler gemacht – ihnen wurde klar: Hass und Rassismus dürfen nicht toleriert werden.
Sie sind froh, dass sie an der Fahrt teilnehmen durften. Denn: Ob sie wirklich fahren können, stand noch fünf Tage vor Beginn in den Sternen. Der Grund: Corona. „Der Termin war sehr spontan“, berichtet Lehrerin Carolin Ritter, die die Organisation mit Michaela Gehring und Barbara van Geldern übernommen hat. Das Berufskolleg entscheidet sich schließlich zu fahren. Für die Schülerinnen und Schüler war das die richtige Entscheidung. „Das Risiko durch die Pandemie nimmt man für diese Erfahrung in Kauf“, reflektiert Tjark Wiezoreck.
Mit dabei war auch Schulleiter Johannes Kohtz-Cavlak: „Die Schülerinnen und Schüler haben erkannt und verinnerlicht, dass jegliche Form von Radikalismus nicht sein darf. Das ist eine Einstellung, die bleibt“, sagt er. Diese Fahrt nach Auschwitz soll die erste von vielen weiteren sein. Für den Schulleiter gibt es ein klares Ziel: Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler soll künftig das Konzentrationslager in Auschwitz besuchen. „Wir wollen das ausbauen und zwar dauerhaft“, so Kohtz-Cavlak.

Pflicht zur Teilnahme an Coronaschnelltests | Umgang mit einem positiven Corona-Selbsttest

 

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

im Schuljahr 2021/22 gilt am Alice-Salomon-Berufskolleg eine SARS-CoV-2 Testpflicht. Hierfür gibt es für jede Klasse verbindliche Testtermine. Individuelle Testtermine sind nicht möglich. Die Termine teilt die Klassenleitung mit.

Laut Vorgabe des MSB müssen nachweislich geimpfte und genesene Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrkräfte nicht an den 2 x wöchentlich durchzuführenden Corona-Selbsttests bzw. Pooltestungen teilnehmen. Auch wenn das Gesundheitsamt dies nicht anordnen kann und die Tests für diese Personengruppe freiwillig sind, empfehlen die Kolleginnen und Kollegen auf Grund der aktuell ansteigenden Infektionslage dringend, dass auch dieser Personenkreis an den Tests teilnimmt. Eine Impfung bzw. Genesung schützt nur vor schweren Krankheitsverläufen, nicht jedoch vor Ansteckung und auch diese Personen können das Virus weiter übertragen!

Am Unterricht und an Klausuren dürfen nur die nicht geimpften bzw. genesenen Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die in der Schule an einem Corona-Selbsttest mit negativem Ergebnis teilgenommen haben.

Am Testtag verspätete Schüler*innen, die den Test verpasst haben, nehmen an diesem Tag und an den weiteren Tagen bis zum nächsten Testtermin nicht am Präsenzunterricht teil. Durch einen negativen Test in einem Testzentrum kann dies verhindert werden.

Man kann der Lehrkraft auch einen aussagekräftigen Testnachweis eines offiziellen Testzentrums vorlegen: Auf diesem muss ein negativer PCR-Test oder ein negativer Corona-Schnelltest bescheinigt sein (max. 48 Stunden alt).

Nicht getestete und positiv getestete Personen werden vom Unterricht ausgeschlossen und müssen das Schulgelände verlassen.

Personen, die sich nicht testen lassen, haben kein Anrecht auf Distanzunterricht.

Was tun bei einem positiven Testergebnis?

Wenn Ihr Corona-Selbsttest ein positives Ergebnis zeigt, müssen Sie den Unterricht verlassen und in der hausärztlichen Praxis oder in einem Testzentrum unverzüglich einen PCR-Test (Kontrolltest) machen lassen. Sie müssen dabei vorab die Teststelle über den positiven Selbsttest informieren.

Für den Weg von der Schule zum Hausarzt bzw. zum Testzentrum darf nicht der ÖPNV benutzt werden.

Bis Sie das Ergebnis des Kontrolltests erhalten, müssen Sie unmittelbare Kontakte zu anderen Personen, die nicht zwingend erforderlich sind, vermeiden und die Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen strikt einhalten. Es wird dazu geraten, sich bis zum Vorliegen des Testergebnisses in Quarantäne zu begeben.

Ist das Ergebnis des PCR-Tests (Kontrolltests) negativ, kann die Quarantäne beendet werden, sofern keine anderslautende behördliche Anordnung besteht.

Wurde bei Ihnen eine Infektion mit SARS-CoV-2 mit einem positiven PCR-Test nachgewiesen, müssen Sie sich unverzüglich nach Erhalt dieses Testergebnisses auf direktem Weg in Quarantäne begeben. 

Weitere, den gesamten Haushalt betreffende Maßnahmen regeln die örtlichen Ordnungs- oder Gesundheitsbehörden.

 

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und die Teilnahme an den Testungen

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