21 Schülerinnen und Schüler aus dem Bereich Erziehung waren dreieinhalb Wochen auf Malta, um dort in Kindertageseinrichtungen ein Praktikum zu machen. Finanziert überwiegend von der Europäischen Union konnten so Erfahrungen gesammelt werden mit einem anderen System von Erziehung und außerdem konnten die englischen Sprachkenntnisse wesentlich verbessert werden.
Im Hotel Dean Hamlet wurden kleine Appartements bezogen und zu zweit oder dritt in WGs das selbstständige Leben geübt – einschließlich Kochen und Wäsche machen.

 
Foto: Im Praktikum

Eine weitere Herausforderung war das Bussystem. Nach einer Woche musste aber keiner mehr „gerettet“ werden, weil er oder sie im falschen Bus saß oder die entscheidende Haltestelle verpasst hatte. Da war es gut, dass mit Deniz Yildirim und Judith Kreutz Lehrerinnen mit dabei waren, die Orientierung in den wesentlichen Lebensfragen des Alltags und darüber hinaus geben konnten.

Dazu gehörte (leider) auch die Erfahrung mit den maltesischen Viren und Bakterien, mit den anderen Essgewohnheiten und der Klimaumstellung. Magen/Darmerkrankungen, Erkältungen und ein umgeknickter Fuß sorgten dann auch dafür, dass Frau Kreutz als Begleitung der Betroffenen nach zwei Wochen bei Arzt und Apotheke sehr freundlich begrüßt wurde. Zum Glück waren alle Erkrankungen aber nur von kurzer Dauer.

 
Foto: die ganze Gruppe

Neben der Arbeit im Praktikum war für die Gruppe ein umfangreiches Programm für die Wochenenden vorbereitet.
Malta ist so voll mit 7000 Jahren Geschichte, dass die Auswahl nur gelingen konnte, weil Judith Kreutz mit ihrer langjährigen Erfahrung die Insel(n) gut kennt und in einem Reader einfache englischsprachige Texte zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zusammengestellt hatte. So konnten die Schülerinnen und Schüler sich informieren, mit auswählen und vor Ort viel mehr von dem aufnehmen, was es zu sehen gab. Sie besichtigten die Hauptstadt Valletta und schlenderten durch die Gassen von Mdina, wo sie einige Drehorte der Serie „Games of Thrones“ sehen konnten. Auf einem Fischmarkt in Marsaxlock konnten viele Mitbringsel gekauft werden.

 
Foto: Inselrundfahrt im Doppeldeckerbus

 
Foto: ein altes Fischerboot in Marsaxlokk mit dem berühmten Luzzu-Auge

Der letzte Tag war ein besonderer Tag, da hier mit einem Boot die kleine Nachbarinsel Gozo angefahren wurde. Hier wurde die alte Hauptstadt besichtigt und auf dem Rückweg das türkisfarbene Wasser in der Blue Lagoon auf Comino bestaunt.

 
Foto: Baden in der Blue Lagoon

Zudem ist die Gruppe z.B. gemeinsam an den auf Malta berühmten Golden Bay Beach gefahren und hat dort eine kleine Bootstour gemacht und ist in eine Nachbarstadt zum Eis essen gefahren.

Wer so viel Neues erlebt, muss drüber sprechen. Alle paar Tage gab es deshalb Treffen der ganzen Gruppe in der Lobby des Hotels. Bei maltesischen Erdbeeren, Melone, Brot und Kuchen konnten die Erfahrungen ausgetauscht und die kommenden Tage besprochen werden und auch ein Geburtstag wurde gefeiert.

Dass am Ende einige schon gar nicht mehr merkten, dass sie auf Englisch antworteten, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sie ganz auf Malta angekommen waren – und zum Teil auch nicht mehr wegwollten.
Während am Ende der Zeit bei den einen der Wunsch nach dem Wiedersehen von Freunden und Familie überwog, suchten andere nach Wegen der Praktikumsverlängerung: „Ich verstecke meinen Pass, dann kann ich länger bleiben.“

Zum Glück wurden am Ende die Pässe doch gefunden und alle sind wieder in Bochum – glücklich und reicher an Lebenserfahrung und Weltoffenheit.