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Der jüdische Friedhof an der Wasserstraße

Station 1 - Ein Besuch auf dem jüdischen Friedhof an der Wasserstraße

Herzlich Willkommen an der Station Jüdischer Friedhof an der Wasserstraße. Lesen Sie sich die Informationen aufmerksam durch. Am Ende finden Sie ein Kreuzworträtsel 😊
Der größte jüdische Friedhof Bochums befindet sich an der Wasserstraße im Stadtteil Wiemelhausen. Dieser wurde bei der Erweiterung des kommunalen Friedhofs Wiemelhausen im Jahr 1917 angelegt.

Die erste Bestattung des Jüdischen Friedhofes fand 1918 statt, in der Trauerhalle, welche 1917 aus Backstein gebaut wurde. Seit 2001 ist der Friedhof samt Gräberfeldern, Brunnen und der Trauerhalle ein Baudenkmal (Nummer 529). Unter den Verstorbenen sind auch noch Opfer des KZ-Außenlagers. Wegen des Baus des Bochumer Hauptbahnhofes wurden zwei jüdische Friedhöfe aufgelassen. Die bestatteten Verstorbenen wurden daraufhin zum Friedhof an der Wasserstraße mit ihren Grabmälern umgebettet. Auf dem Friedhof ist häufig der Davidstern zu sehen, einem wichtigen jüdischen Symbol.
Bei einem Spaziergang über einen jüdischen Friedhof fallen einige Besonderheiten der Grabsteine auf: 

 

Ausrichtung:

Die Grabmäler sind normalerweise so angelegt, dass die Toten in Richtung Jerusalem liegen. Auf diesem Bild ist dies sehr schön zu sehen. 

 

 Material:
Die Grabsteine der Verstorbenen sollen das Prinzip der Vergänglichkeit wiederspiegeln und sind ursprünglich aus Sandstein. Erst ab dem 19. Jahrhundert gab es Grabsteine aus härteren Materialien, wie zum Beispiel: Marmor, Granit oder Zementguss.

 

 


Steine auf den Grabsteinen:
Auf den Grabsteinen sind immer mal wieder kleine Steine zu sehen. Dies ist auf eine alte Tradition zurückzuführen. Früher wurden die Verstorbenen unter einem kleinen Steinhaufen von Steinen begraben. Dadurch wurde der Bestattungsort markiert. Zudem konnten so die Gräber vor Tieren geschützt werden. Damals brachte jeder Verwandte und Freund einen Stein mit zum Grab, um es zu bedecken. Diese Tradition wird bis heute weitergeführt.

 

 

 

Beschriftung:
Auf vielen Grabsteinen sind andere Schriftzeichen zu finden, als wir sie kennen. Die Schriftzeichen sind Hebräisch. Früher wurden alle Grabsteine auf Hebräisch beschriftet. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Grabsteine auch auf Deutsch beschriftet.
Zudem sind neben dem Davidstern auch weitere Symbole zu erkennen. Symbole verraten viel über den Namen, Beruf oder Funktion & Ehrenämter.
Bei Interesse liefert diese Internetseite weitere Informationen über die Bedeutung der Symbole auf den Grabsteinen: https://www.israelogie.de/juedische-symbolik-auf-dem-friedhof/

 

 

 

Bestattung im Judentum:
Im Judentum gibt es, wie in jeder Religion, besondere Bestattungsriten. Wenn ein Jude gerade erst verstorben ist, darf er nicht mehr berührt werden. In der Zeit bis zur Beerdigung sind die Angehörigen von allen religiösen Aufgaben befreit, da sie für die Trauerbewältigung und für die Vorbereitungen der Bestattung Zeit nehmen sollen. Um den Verstorbenen nicht allein zu lassen, halten die Verstorbenen abwechselnd Totenwache. Der Verstorbene soll möglichst noch am Sterbetag oder einen Tag später bestattet werden, damit nach jüdischem Glauben die Seele den Körper verlassen kann.
Der Verstorbene wird in einem speziellen Raum (dem Taharahaus) von der heiligen Bruder- und
Schwesternschaft gewaschen und in ein weißes Leinenhemd gekleidet. Diese Tradition beziehungsweise Mizwa nennt man auch „Wahrhaftiger Dienst der Nächstenliebe“, denn für diesen Dienst zu der Ehre des Toten wird keine Gegenleistung erwartet. Nach diesem Dienst wäscht man sich die Hände und wendet sich dem Leben zu.
Der Tote wird immer in einem Holzsarg beerdigt und das Verbrennen des Toten ist verboten. Auf dem Friedhof spricht der Rabbi Psalmen und das Kaddisch. Das Kaddisch ist ein wichtiges jüdisches Gebet, welches auch im Gottesdienst gesprochen wird, mit dem die Juden Gott loben. Am Ende des Begräbnisses stellt sich die Trauergemeinde in zwei Reihen auf. Durch diese Gasse verlassen dann die engsten Angehörigen das Grab. Am Ausgang waschen sich alle die Hände, damit sie sich wieder dem Leben zuwenden können. Der Tote wird nicht oft besucht, damit er seine Ruhe hat.

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Quellen:
Delvaux de Fenffee, Gregor, Von Kieseln und Gottesnamen, in: Planet Wissen, abrufbar unter: https://www.planet-wissen.de/kultur/religion/judentum/ pwiewissensfragen114.html
Schwarz, Berthold; Rehberg, M., Jüdische Symbolik auf dem Friedhof, abrufbar unter: https://www.israelogie.de/juedische-symbolik-auf-dem-friedhof/
Stadt Bochum, Jüdischer Friedhof Wasserstraße, abrufbar unter: https://www.bochum.de/C125830C0038F229/ vwContentByKey/W2737ERD245BOLDDE
Universität Kassel, Bestattungen im Judentum, in: religion-entdecken.de, abrufbar unter: https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/b/bestattung-im-judentum
Universität Kassel, Was geschieht auf einem jüdischen Friedhof?, in: religion-entdecken.de, abrufbar unter: https://www.religionen-entdecken.de/eure_fragen/was-geschieht-auf-einem-juedischen-friedhof
Universität Kassel, Kaddisch, in: religion-entdecken.de, abrufbar unter: https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/k/kaddisch

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