Der Bildungsgang Fachschule für Sozialpädagogik umfasst eine dreijährige Ausbildung, die zum Berufsabschluss des/der staatlich anerkannten Erziehers/Erzieherin führt.

Der Beruf der Erzieherin/des Erziehers setzt das Interesse an der Begleitung und Bildung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen voraus. Als Erzieher(in) arbeiten Sie in Kindergärten, Kindertagesstätten, Heimeinrichtungen, offenen Ganztagsschulen und im Jugendfreizeitbereich. In diesem Beruf sind u.a. Engagement, Selbstständigkeit, Lernfreude, Eigeninitiative, Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein, Team- und Beziehungsfähigkeit erforderlich.

Ziel des Bildungsgangs:

Die Fachschule für Sozialpädagogik bildet zur staatlich anerkannten Erzieherin/zum staatlich anerkannten Erzieher aus. Damit ist die Befähigung verbunden, in verschiedenen sozialpädagogischen Berufsfeldern tätig zu sein. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung kann, falls noch nicht vorhanden, zugleich die Fachhochschulreife erworben werden.

Aufnahmebedingungen:

Folgende Eingangsvoraussetzungen ermöglichen die Aufnahme in die Fachschule für Sozialpädagogik:

  • Kinderpfleger(in) oder Sozialassistent(in) – Sekundarabschluss I / Fachoberschulreife in Verbindung mit einer abgeschlossenen einschlägigen Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer
  • Fachhochschulreife (FHR) – Abschluss eines einschlägigen vollzeitschulischen Bildungsganges zur Erlangung beruflicher Kenntnisse sowie der Fachhochschulreife (Höhere 2-jährige Berufsfachschule Sozialwesen; Fachoberschule Sozial- und Gesundheitswesen)
  • Allgemeine Hochschulreife (AHR/Abitur), Bachelor- und/oder Master-Abschlüsse mit 900 Arbeitsstunden einschlägiger beruflicher Tätigkeit (Praktikum)
  • eine einschlägige Berufstätigkeit von mindestens fünfjähriger Dauer (im sozialpädagogischen Bereich)

Notwendig sind immer:

  • ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis nach § 30a BZRG (bei Ausbildungsbeginn nicht älter als 3 Monate)
  • eine vom Gesundheitsamt ausgestellte Bescheinigung über eine Belehrung nach § 42 und § 43 Infektionsschutzgesetz (Gemeinsamer Gang zum Gesundheitsamt zu Schuljahresbeginn)

Dauer der Ausbildung:

Die Ausbildung dauert drei Jahre und gliedert sich in eine zweijährige Schulausbildung (EE11+EE12) und ein einjähriges Berufspraktikum (EE13), das von der Schule begleitet wird.

  1. Ausbildungsjahr (EE11): 1,5 Tage Praktikum pro Woche + 4 Wochen im Block (Elementarpädagogik)
  2. Ausbildungsjahr (EE12): 9 Std. Tagespraxis in der Woche + 4 Wochen im Block EE12a Hilfe zur Erziehung: Heimpädagogik - EE12b Offene Kinder- und Jugendarbeit/ OGS

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Pachela: (Claudia.PachelaDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

 

Alternativen:

Praxisintegrierte Ausbildung („PIA“) – EEP-Klassen:

Das erste Ausbildungsjahr (sog. PIA-Eingangsklasse, EEP11A) erfolgt angelehnt an die reguläre Vollzeitausbildung, weist aber einen höheren praktischen Anteil auf.

Nach dem ersten Ausbildungsjahr folgt ein zweijähriges praxisintegriertes Berufspraktikum (EEP12A + EEP13A) in einer Kindertagesstätte.

Bitte wenden Sie Ihre Bewerbungen hierzu direkt an Frau Sychold: (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Vorteile:

  • Die PIA-Eingangsklasse bereitet unmittelbar auf die PIA vor
  • Gleiche Anteile von Theorie und Praxis – stärkere Verzahnung und Anstreben einer höheren Ausbildungs- und Abschlussqualität (Spezialisierung: Elementarbereich)
  • Ziel: höhere Einstellungschancen und Übernahmechancen durch den Ausbildungsträger nach der Ausbildung
  • Berufspraktikantengehalt wird auf zwei Jahre verteilt (= 24 Monate gleichmäßiges Einkommen)
  • Bei Änderung Ihrer Interessenlage nach dem 1. Ausbildungsjahr ist ein Wechsel in die reguläre Ausbildungsform (Heim- oder Offene Kinder- und Jugendarbeitsklasse) weiterhin möglich
  • Bei weiteren Fragen zur PIA wenden Sie sich bitte an Frau Sychold (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).
  • Eine Informations-Broschüre kann Ihnen als pdf-Datei zugemailt werden.

 

ODER

NEU: Ab Schuljahr 2018/19: PIA OGS – Praxisintegrierte Ausbildung in Offenen Ganztagsschulen

Drei Jahre arbeiten die Studierenden an vier bis fünf Nachmittagen in der Woche in diesem Modell der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung in einer OGS. Der Fachschulunterricht findet in der Regel vormittags statt.

Das Berufspraktikum ist in dieser Ausbildungsform in die Ausbildung integriert.

Die Studierende bewerben sich vor Beginn der Ausbildung bei den Trägern um eine Stelle als Erzieherin / als Erzieher in der praxisintegrierten Ausbildung in einer Offenen Ganztagsschule (dreijährig – mind. 16 Std. in der Woche).

Bewerbungen richten Sie hierzu an direkt an die Vertreter der Träger sowie an das Alice-Salomon-Berufskolleg:

AWO Unterbezirk Ruhr-Mitte. Marc Schaaf: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Evangelischer Kirchenkreis Bochum. Dr. Volker Böcker: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

„Kleine Verbände“ (Outlaw, IFAK, Fördervereine). Claudia Lißek: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Hetmanczyk (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

ODER

Berufsbegleitende Ausbildung:

Eine weitere Ausbildungsform ist die berufsbegleitende Fachschulausbildung.

Aufnahmebedingungen

 Für die Aufnahme sind mindestens erforderlich:

  1. Ein Arbeitsvertrag über mind. eine halbe Stelle im sozialpädagogischen Arbeitsfeld.
  2. Der Sekundarabschluss I (Mittlerer Schulabschluss, FOR) in Verbindung mit
  • einer abgeschlossenen einschlägigen Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer
  • oder einer einschlägigen Berufstätigkeit von mindestens fünfjähriger Dauer
  • oder der Abschluss eines einschlägigen vollzeitschulischen Bildungsganges zur Erlangung beruflicher Kenntnisse sowie der Fachhochschulreife (FHR) (Zweijährige Berufsfachschule Gesundheit/Soziales; Fachoberschule Gesundheit/Soziales)
  1. ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis nach § 30a BZRG (bei Ausbildungsbeginn nicht älter als 3 Monate) sowie eine vom Gesundheitsamt ausgestellte Bescheinigung über eine Belehrung nach § 42 und § 43 Infektionsschutzgesetz
  2. Eine Zustimmung des Arbeitgebers zur Durchführung der Ausbildung (Formblatt dazu siehe Downloads)

Andere Schul- und Bildungs-Abschlüsse bedürfen einer Einzelfallprüfung.

 

ORGANISATION DER AUSBILDUNG

Die Ausbildung dauert drei Jahre; das Berufspraktikum ist integriert und wird durch die Schule (Praxisbesuche) sowie eine Anleitung in der Praxis begleitet.

Der Unterricht findet dienstags und donnerstags von 17.00 - 21.00 Uhr in der Zweigstelle, samstags von 9.00 - 16.00 Uhr (ca. 14-tägig) in der Hauptstelle statt. Hinzu kommen pro Jahr: 1 Intensivwochenende (Fr – So) und 1 Blockwoche (Mo – Fr) sowie ein Praktikum in einem zweiten Arbeitsfeld.

Selbstlernphasen / -Aufgaben und Hospitationen sind weitere Zeiten, die eingeplant werden müssen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Meinecke* (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

*Bei Interesse  an dieser Ausbildungsform richten Sie Ihre schriftliche Bewerbung mit den geforderten Unterlagen bitte z. Hd. an Frau Meinecke. Siehe weitere Informationen auf der Homepage. Kein Online-Anmeldeverfahren!

 

Möglichkeiten der Zusatzqualifikation während der Ausbildung in allen Formen der Fachschule für Sozialpädagogik:

  • Bewegungserziehung (ZBF: Zertifikat Bewegungsförderung in Kita und Verein, BESS Bewegung, Spiel und Sport für Kinder von sechs bis zwölf Jahren)
  • Übungsleiter-C und Übungsleiter-B Ausbildung
  • ev. und kath. Religionspädagogik-Zertifikatskurs
  • Fortbildung zum Marte Meo-Practitioner
  • Die in der Fachschule evtl. erworbene Fachhochschulreife berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule in Deutschland.
  • Besonderheiten der Fachschule für Sozialpädagogik am ASBK sind:
  • Portfolioarbeit als Bestandteil der individuellen Förderung
  • im Stundenplan eingebaute, offizielle Selbstlernphasen
  • enge Theorie- und Praxis-Verzahnung
  • kontinuierliche Entwicklungsgespräche in der Praxis(stelle; bei Praxisbesuchen)
  • Ermöglichen und Verstärken einer (frühen) individuellen Profilbildung
  • Integration von Tagesfortbildungen als fester Bestandteil der Ausbildung
  • Erlangen von Zusatzqualifikationen durch Zertifikatskurse sowie durch diverse Fortbildungen

Stundentafel für 2 Jahre / Fächer und Lernfelder (neue Richtlinien)

Berufsübergreifender Lernbereich

  • Deutsch/Kommunikation
  • Fremdsprache
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Naturwissenschaften

Berufsbezogener Lernbereich

    • Berufliche Identität und professionelle Perspektiven weiter entwickeln
    • Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten
    • Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern
    • Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten*
    • Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten sowie Übergänge unterstützen
    • Institution und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren
    • Ev. Religionslehre/Religionspädagogik; Kath. Religionslehre/Religionspädagogik
    • Wahlfächer
    • Projektarbeit
  • Sozialpädagogische Praxis in Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene*

 

Differenzierungsbereich

  • Mathematik (für FHR in der Mittelstufe)

Im Berufspraktikum finden 160-200 Stunden praxisbegleitender Unterricht statt.

*Sperrfach: Nicht ausreichende Leistungen in einem Sperrfach führen zu einer Nicht-Versetzung; Nachprüfung ausgeschlossen

Weitere Informationen / Material zum Bildungsgang:

Zusätzliche Informationen finden Sie in Downloads: Fachschule für Sozialpädagogik.

Leitung der Fachschule für Sozialpädagogik:

Fachliche/inhaltliche Leitung: Herr Metz (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Formale Leitung: Frau Lieber (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Stand: 10.01.2018