Das Bäckerhandwerk ist ein Beruf mit langer Tradition. Schon vor 4000 Jahren gab es diesen Beruf. Das Berufsbild hat sich stets gewandelt. Der Anteil an schwerer körperlicher Arbeit hat abgenommen. Moderne, teilweise computergesteuerte Maschinen erleichtern dem Bäcker die Arbeit. Immer mehr Frauen erlernen diesen Beruf. Die deutschen Bäcker sind Weltmeister, wenn es um die Vielfalt im Angebot geht. Etwa 300 verschiedene Brotsorten und ca. 1200 verschiedene Sorten „Feiner Backwaren“ werden in deutschen Bachstuben hergestellt.

Der Beruf des Bäckers ist ein interessanter, vielseitiger und auch krisensicherer Beruf.

Wie werde ich Bäckerin bzw. Bäcker?
In die Berufsschule wird jeder aufgenommen, der einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen hat. In den meisten Berufen dauert die Ausbildung drei Jahre. Der Zeitraum kann verkürzt werden, wenn man berufliche Kenntnisse, etwa durch den Besuch der Berufsfachschule, vorweise kann oder bei guten Ausbildungsleistungen.

Wer eine Berufsausbildung im dualen System macht, erlernt im Ausbildungsbetrieb die praktischen Fertigkeiten. Im begleitenden Berufsschulunterricht werden schwerpunktmäßig die berufstheoretischen Kenntnisse vermittelt und die Bildung erweitert und vertieft.

Abschlüsse
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsschule werden auch die folgenden Abschlüsse vergeben:

  • Mit dem Bestehen der praktischen und theoretischen Prüfung erhält der/die Auszubildende den Gesellenbrief.
  • Hauptschulabschluss nach Klasse 10 für diejenigen, die die Berufsausbildung ohne Schulabschluss oder mit einem Abschluss nach Klasse 9 begonnen haben.
  • Mittlerer Schulabschluss (FOR), wenn die Berufsschule mit einer Durchschnittsnote von mindestens 3,0 abgeschlossen wird. Außerdem ist Englischunterricht auf dem passenden Niveau erforderlich. Dieser wird im entsprechenden Umfang in den Berufsschulunterricht integriert.
  • Mittlerer Schulabschluss mit Qualifikationsvermerk (FOR/Q), wenn die Durchschnittsnote auf dem Berufsschulabschlusszeugnis 2,5 oder besser ist.
  • Auch der Erwerb der Fachhochschulreife ist möglich. Dafür muss der Unterricht ausgeweitet werden. Die Anzahl der Interessenten, die auch die Zustimmung der Ausbilder benötigen, muss gegeben sein, damit der Unterricht entsprechend organisiert werden kann.

Stundentafel

Berufsübergreifender Bereich

  • Religionslehre
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Deutsch/Kommunikation
  • Sport/Gesundheitsförderung

Berufsbezogener Bereich

  • Technologie
  • Technologische Übungen
  • Mathematik
  • Wirtschaftslehre

Differenzierungsbereich

  • Datenverarbeitung

Der Unterricht wird in Teilzeitform an einem oder anderthalb Tagen in der Woche erteilt.

Ziel

In einer dreijährigen Ausbildung ergänzen sich die Fachinhalte aus der betrieblichen und der schulischen Ausbildung.
Der Ausbildungsbetrieb leitet Sie praktisch an, der Unterricht in der Berufsschule vermittelt die theoretischen Kenntnisse. Zur Mitte der Ausbildung stellen Sie sich der Zwischenprüfung. Am Ende Ihrer Ausbildung steht die Gesellenprüfung vor einem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer.

Weiterbildung

  • Bäckermeister
  • Betriebleiter
  • technischer Betriebsberater
  • Lebensmitteltechniker
  • Lebensmittelingenieur
  • Betriebswirt des Handwerks

Ansprechpartnerin

Gabriele Heuermann
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