Aufnahmevoraussetzungen
In die Berufsschule wird jeder aufgenommen, der einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen hat. In den meisten Berufen dauert die Ausbildung drei Jahre. Der Zeitraum kann verkürzt werden, wenn man berufliche Kenntnisse, etwa durch den Besuch der Berufsfachschule, vorweise kann oder bei guten Ausbildungsleistungen.

Wer eine Berufsausbildung im dualen System macht, erlernt im Ausbildungsbetrieb die praktischen Fertigkeiten. Im begleitenden Berufsschulunterricht werden schwerpunktmäßig die berufstheoretischen Kenntnisse vermittelt und die Bildung erweitert und vertieft.

Abschlüsse
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsschule werden auch die folgenden Abschlüsse vergeben:

  • Mit dem Bestehen der praktischen und theoretischen Prüfung erhält der/die Auszubildende den Gesellenbrief.
  • Hauptschulabschluss nach Klasse 10 für diejenigen, die die Berufsausbildung ohne Schulabschluss oder mit einem Abschluss nach Klasse 9 begonnen haben.
  • Mittlerer Schulabschluss (FOR), wenn die Berufsschule mit einer Durchschnittsnote von mindestens 3,0 abgeschlossen wird. Außerdem ist Englischunterricht auf dem passenden Niveau erforderlich. Dieser wird im entsprechenden Umfang in den Berufsschulunterricht integriert.
  • Mittlerer Schulabschluss mit Qualifikationsvermerk (FOR/Q), wenn die Durchschnittsnote auf dem Berufsschulabschlusszeugnis 2,5 oder besser ist.
  • Auch der Erwerb der Fachhochschulreife ist möglich. Dafür muss der Unterricht ausgeweitet werden. Die Anzahl der Interessenten, die auch die Zustimmung der Ausbilder benötigen, muss gegeben sein, damit der Unterricht entsprechend organisiert werden kann.

Die Ausbildung erfolgt nach einem der Schwerpunkte

  1. Bäckerei/Konditorei
  2. Konditorei

Die gesundheitliche Eignung muss vor Ausbildungsbeginn durch ein amtsärztliches Zeugnis nachgewiesen werden.

Der Beruf

Fachverkäufer/innen im Lebensmittelhandwerk präsentieren und verkaufen Nahrungs- und Genussmittel, die in Bäckereien und Konditoreien hergestellt bzw. angeboten werden. Teilweise kommen zum Verkaufssortiment auch weitere Artikel hinzu. Fachverkäufer/innen im Lebensmittelhandwerk beraten und bedienen die Kunden/-innen im Verkaufsraum und besorgen zudem den Einkauf von Erzeugnissen, die sachgemäße Lagerung und Qualitätskontrolle, das Herrichten der Waren zum Verkauf sowie das Kassieren und Abrechnen der Einnahmen.

Zu den vorbereitenden Tätigkeiten der Fachverkäufer/innen gehört es, die frischen Lebensmittel sachgemäß und dekorativ im Verkaufsraum anzuordnen.
Sie garnieren und portionieren die Waren zur Verkaufspräsentation. Dazu übernehmen sie das Abwiegen, Verpacken und Auszeichnen von Produkten. Sie backen Teiglinge ab, stellen Snacks her und schneiden Torten und Kuchen für die Kunden auf. Wenn ein Imbiss- oder Café-Bereich zum Verkaufsraum gehört, bereiten sie auch hierfür das entsprechende Angebot vor. Sie stellen z.B. kleine Gerichte her und richten sie an, sie präsentieren Gerichte und Getränke und servieren sie.

Für Feiern werden Geschenkkörbe und kalte Büfetts zusammengestellt und ausgeliefert. Beim Bedienen führen sie Gespräche mit den Kunden, in denen sie über die Waren und andere Angebote der Verkaufspalette informieren und auf eventuelle Zusatzwünsche wie das Zusammenstellen bestimmter Waren so weit wie möglich eingehen. Nach der Ausgabe der verpackten Waren kassieren sie die entsprechenden Beträge ab.

Sie übernehmen die Durchführung der Kassenabrechnung sowie das Ausstellen von Lieferscheinen, Rechnungen oder Quittungen. Es gehört ebenfalls zu ihren Tätigkeiten, Bestellungen entgegenzunehmen und für deren Durchführung zu sorgen. Fachverkäufer/innen wirken bei der Festlegung des Sortiments mit und machen Vorschläge zu verkaufsfördernden Maßnahmen wie Werbeaktionen, verkaufsmotivierende Warenanordnungen im Verkaufsraum oder saisonbedingte Aktionen anlässlich von Festtagen bzw. sonstigen Gelegenheiten. Die Dekoration und Präsentation der Waren wird von ihnen regelmäßig überwacht und gewechselt. Bei Geschäftsschluss sorgen sie für das Aufräumen und Reinigen des Verkaufsraumes und der Arbeitsgeräte. Sie räumen empfindliche Waren in Kühl- oder Gefrierkammern um und überprüfen den Bestand an Waren und an Verpackungsmaterialien.

Warenlieferungen werden zusammengestellt und Regale und Automaten werden aufgefüllt. Weiterhin gehört die regelmäßige Qualitätskontrolle der Waren zu ihren Aufgabengebieten. Bei allen Tätigkeiten beachten sie die Einhaltung der jeweiligen Vorschriften und Gesetze wie die Sicherheits- und Hygienevorschriften und das Ladenschlussgesetz.

Arbeitsstätten

Bäckereien, Feinbäckereien, Konditoreien, Konditorei-Cafés sowie Backwarenverkaufsstellen und Konditoreiwarenverkaufsstellen von Lebensmitteleinzelhändlern, Supermärkten, Kaufhäusern usw., Großhandels- und Einzelhandelsunternehmen mit Fahrverkaufsdienst sowie Frischdienstunternehmen.

Weiterbildung / Aufstieg

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis kommen unter anderem folgende Weiterbildungsmöglichkeiten in Frage:

  1. Verkaufsleiter/in im Lebensmittelhandwerk
  2. Handelsbetriebswirt/in
  3. Fachkaufmann/-frau Einkauf und Materialwirtschaft
  4. Handelsfachwirt/in

Mit der erforderlichen Hochschulzugangsberechtigung bieten sich auch folgende Studiengänge an:

  1. Betriebswirtschaft
  2. Ökonomie
  3. Kostenwesen
  4. Beschaffungswesen und Lagerwirtschaft

Ansprechpartnerin

Frau Ganseforth
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!