2012

Ein sozialgenial-Projekt der Klasse F11B


„Wie kann ich die Gesundheit anderer fördern?“ Diese Frage stellten sich die FOS-Schüler/innen der Klasse 11 B im Fach Gesundheitswissenschaften. „Schnell war klar, dass wir Geld für AIDS-Waisen in Afrika sammeln möchten.“ erinnert sich die Klassensprecherin Vanessa W.. Da lag es nahe, sich die Bochumer Aktion Canchanabury als Partner auszusuchen. Vielen Schülern war diese Initiative aufgrund der vielfältigen Events in Altenbochum und Umgebung z.B. der Marathoninitiative „Wir laufen für AIDS-Waisen“ bereits gut bekannt. In Kleingruppen sammelten die Schüler/innen kreative Ideen für Aktionen, die sie - neben Schulbesuch und Jahrespraktikum im Krankenhaus - tatkräftig und engagiert umsetzten. So wurden eifrig Plätzchen und Kuchen in der Vorweihnachtszeit gebacken und gewinnbringend in einer Kirchengemeinde, bei einem Jugendfußballturnier und im St. Josef Hospital verkauft. „Es war eine schöne Erfahrung zu sehen, wie sich die Patienten über die liebevoll verpackten Kekse gefreut haben“ berichtet Norina U. . Eine pfiffige Idee war auch, „Heinzelmännchen“-Dienste in der Nachbarschaft anzubieten. Auch die Nikolaus-Aktion war ein voller Erfolg, „obwohl es schon eine Herausforderung war, ca. 250 Nikoläuse zur Schule zu transportieren, mit einem Weihnachtsgruß zu versehen und die bestellten Nikoläuse termingerecht am Nikolaustag zu verteilen!“ sind sich die Schülerinnen einig. An dieser Aktion beteiligte sich noch einmal zusätzlich zu den fortlaufenden Projekten die halbe Klasse. Insgesamt konnten im Januar stolze 700 Euro an die Aktion Canchanabury überwiesen werden. „So können sechs AIDS-Waisen in Afrika ein Jahr lang zur Schule gehen.“ freut sich Rainer Micheel, der Geschäftsführer der Aktion Canchanabury, der bei der Präsentation der Projekte anschaulich über die Lebensbedingungen der AIDS-Waisen in Afrika berichtete. Die Schüler und Schülerinnen sind sich sicher: „Wir haben die Gesundheit von Menschen auf verschiedene Art und Weise unterstützt. Auf jeden Fall hilft die Geldspende den AIDS-Waisen in Afrika, aber wir haben auch die Gesundheit der Menschen ein wenig gefördert, denen wir durch unsere Aktionen eine große Freude bereiten konnten. Auch haben wir erfahren: Ehrenamtliches Engagement lohnt sich immer!“
Anmerkung: Für das ehrenamtliche Engagement erhalten die Schülerinnen und Schüler ein sozialgenial-Zertifikat der aktiven Bürgerschaft e.V. unter der Schirmherrin der NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann. Die sozialgenial-Initiative zeichnet seit 2009 Schüler und Schülerinnen bzw. Klassen aus, die Lernen mit sozialem Engagement verbinden

FOS –Schülerinnen versehen Nikoläuse mit Weihnachtsgrüßen

 

Dr. Barbara van Geldern

 

Bochum, 30.11.2012

Nach Angaben von „vergissaidsnicht e.V." bezeichnen nur noch 29 Prozent der Gesamtbevölkerung und 38 Prozent der 16 bis 20 Jährigen AIDS als gefährliche Krankheit.

Dieses wirkt sich auf die Denkweise und das Verhalten vieler Menschen aus. Sie unterschätzen die Gefahr einer Infektion und schützen sich nicht.

Damit HIV und AIDS nicht in Vergessenheit geraten wird jedes Jahr am 1. Dezember der Welt-AIDS-Tag begangen.

Neben Kampagnen und Veranstaltungen, die über die Krankheit und Präventionsmaßnahmen informieren, steht an diesem Tag auch die Solidarisierung mit Menschen mit HIV und AIDS im Vordergrund.

Im Rahmen des Welt-AIDS-Tages organisierten die Fachoberschule Gesundheit und das Berufsgrundschuljahr Gesundheit gemeinsam mit der AIDS-Hilfe Bochum, Pro Familia, dem Verein Rosa Strippe, der Krisenhilfe und dem Bochumer Gesundheitsamt am 28.11.2012 einen Projekttag im Alice Salomon Berufskolleg.

Im Vorfeld der Veranstaltung konnten die Schülerinnen und Schüler nach eigenen Interessen aus den unterschiedlichen Angeboten der oben genannten Organisationen wählen.

An Informationsständen wurde z.B. über die Themen Sexualität, sexuell übertragbare Krankheiten und die Gefahren des Drogenkonsums informiert. Die Schülerinnen und Schüler hatten unter anderem Gelegenheit, einen „Kondomführerschein" zu machen, indem Sie unter fachkundiger Anleitung der Experten versuchen mussten, ein Kondom an einem Modell anzulegen. An einer weiteren Station wurde mit Hilfe einer Brille simuliert, wie sich die Wahrnehmung und Bewegungsfähigkeit nach dem Konsum von Alkohol verändern.

Alle Schülerinnen und Schülern nahmen an dem Impulsreferat des Gesundheitsamtes  „Wissenswertes zu HIV/AIDS und Hepatitis A/B/C" teil. In dem Vortrag standen die Erkrankungen und präventive Maßnahmen zu deren Vorbeugung im Mittelpunkt. Zu den besonderen Programmpunkten zählten der Vortrag eines mit HIV infizierten Mannes und die Gesprächsrunde mit jungen Homosexuellen. Die Auswertung des Projekttages in den teilnehmenden Klassen ergab, dass vor allem der Vortrag von „Manni", der seit den 1990er Jahren mit HIV infiziert ist, die Jugendlichen bewegt und zum Nachdenken angeregt hat. Die Gespräche mit den jungen Schwulen und Lesben haben dazu beigetragen, ihre Lebensweise und Sexualität besser zu verstehen und Vorurteile abzubauen.

In einem Quiz konnten die Schülerinnen und Schüler das gelernte Wissen des Projekttages einsetzen und Preise gewinnen. Es wurden drei Gutscheine für die Schulcafeteria verlost.

Den Hauptpreis, einen Gutschein über 15 Euro, gewann Julia O. aus der F 12 B. Bahar T. (F 12 A) und Celina S. (F 12 B) erreichten den zweiten bzw. dritten Platz. (Kristina Ernst)

OtteSchacht

Frau Otte-Schacht wirbt für mehr Akzeptanz und Toleranz!

 

Aidstag2012

 Schülerinnen des ASBK informieren sich am Informationsstand des Gesundheitsamts Bochum

 

Ein paar Monate erst hier, noch nicht richtig angekommen und doch schon Schauspieler an einem der bekanntestem deutschen Theatern, dem Schauspielhaus in Bochum.

Dhakil Kutu, Tharsan Sattiyasegaran, Ali Razai und Daniel Boulama aus den Internationalen Förderklassen spielen und tanzen auf der Bühne an der Königsallee mit einer Präsenz und Intensität, die beeindruckend ist.

Bei uns lernen die vier Schüler Deutsch und sprechen über Dinge wie Plural, Präteritum oder Perfekt, im Theater Unten am Schauspielhaus erzählen sie davon, was es bedeutet, Flüchtling zu sein. Sie sind Mitglieder des interaktiven Tanztheaterprojektes, das Regisseur Guido Markowitz mit unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen aus der Wohngruppe Kassiopeia der Evangelischen Stiftung Overdyck in diesen Tagen auf die Bretter bringt, die auch in Bochum die Welt bedeuten.

Sind sie schon angekommen in unserer Welt? fragen sich die Schauspieler und versuchen tanzend  Antworten zu finden. Die meisten Texte für das Theaterstück haben sie selbst geschrieben. Sie geben Auskunft darüber, was sie umtreibt, wenn sie um Asyl in Deutschland bitten. Geht es ihnen gut? Wie sind die Aussichten?

Spannendere Fragen gibt es für sie kaum. Wie wir auf ihre Antworten reagieren, erhöht die Spannung. So warten Dhakil, Tharsan, Ali und Daniel gespannt auf die nächsten Aufführungen im Theater Unten. Am Samstag , den 05.01. um 18.00 Uhr und Sonntag, den 06.01.2013 um 15.00 Uhr  ist es wieder so weit: Viele, sehr viele sollten kommen, um zu erfahren, wie sich die Ankunft in diesem Land aus Sicht der Flüchtlinge darstellt.

Im Anschluss an die Vorstellung am Sonntag bittet das Schauspielhaus zu einem Gespräch über die besondere Situation der Jugendlichen. Dabei sind unter anderem die Evangelische Stiftung Overdyck, der Kinderschutzbund Bochum, Grenzfrei aus Witten und Amnesty International. Thema: „Ankommen: Was es braucht, um zu bleiben"

Ein bisschen weitergekommen sind die vier Jugendlichen am Alice-Salomon-Berufskolleg auf jeden Fall jetzt schon, hoffen wir.

Unfallkasse NRW verleiht Schulentwicklungspreis zum fünften Mal

59 Schulen in NRW wurden für ihre engagierte Arbeit ausgezeichnet

Schulentwicklungspreis sehr klein
Die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen zeichnete in Essen 59 Schulen mit dem Schulentwicklungspreis Gute gesunde Schule aus. Der Preis, der unter der Schirmherrschaft von Schulministerin Sylvia Löhrmann steht, wurde zum fünften Mal verliehen.

Die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen prämiert mit dem Schulentwicklungspreis Schulen, denen es besonders gut gelungen ist, Gesundheitsförderung und Prävention in die Entwicklung ihrer Qualität zu integrieren. Schulministerin Sylvia Löhrmann würdigt das Engagement der Schulen: „Die prämierten Schulen zeigen beispielhaft, dass Qualität in der schulischen Bildung und Gesundheitsförderung eng zusammenhängen. Die vielen Bewerbungen um den Preis zeugen davon, dass immer mehr Schulen innovative und kreative Wege gehen, um bei den Kindern und Jugendlichen Bewusstsein für die eigene Gesundheit zu wecken und präventive Konzepte im Schulalltag verankern.

Das Alice-Salomon-Berufskolleg erhielt eine Prämie von 15.000 Euro für die Angebote zur Beratung im Bereich der psycho-sozialen Unterstützung, der Berufsorientierung und unter anderem für die Gestaltung der Lern– und Arbeitsbedingungen.

Den Preis nahmen entgegen: (von links: Schulleiterin Frau Harder-Hühne, Herr Dr. Paprottka, Frau Dr. van Geldern)

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