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Schülerprojektwoche der Internationalen Förderklassen Alice-Salomon-Berufskollegs zur Themenreihe

MEIN NAME IST MENSCH

Unsere Gesellschaft ist bunt, und täglich wird sie bunter. Ein Thema, welches in dem Zusammenhang stärker in den Vordergrund tritt, als jemals zuvor, ist das Thema Flucht. Viele Flüchtlingsfamilien, aber auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, landen nach einer risikoreichen Flucht bei uns in Deutschland- in der Hoffnung auf ein MENSCHenwürdigeres Leben. Manche von ihnen, mit ihren Geschichten im Gepäck, besuchen eine der 5 Internationalen Förderklassen des Alice-Salomon-Berufskollegs in Bochum.

Wie können wir aufeinander zugehen und dem Menschen dabei würdig und respektvoll begegnen?

In einem klassenübergreifenden Schülerprojekt soll es genau darum gehen. Es wird eine Projektwoche gestaltet, die ca. 110 Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichsten ethnischen Hintergründen sowie sprachlichen Kenntnissen zusammenbringt, um anhand einer Vielzahl an kreativer Workshops, angeleitet von den unterschiedlichsten Kooperationspartnern, darunter das Schauspielhaus Bochum, die YoungDogs Dortmund und die Jugendwerkstatt am Schleipweg,  sich einem Thema auf unserer Reihe MEIN NAME IST MENSCH aus mehreren Perspektiven anzunähern.

Die große Abschlusspräsentation der Ergebnisse aus den verschiedenen Workshops findet am 02.02.2018 um 10:00Uhr in der Aula des Alice-Salomon-Berufskollegs statt.

Zwei Außenstellen hat das Alice-Salomon-Kolleg bereits. Das reicht dennoch kaum aus. Die Verwaltung benötigt zudem größere Räume. Aula wird saniert
Markus Rensinghoff (Quelle: leicht gekürzt aus WAZ ZEITUNG DIGITAL 08.12.2017)
 
Johannes Kohtz-Cavlak mag die Aula seiner Schule. Er ist Leiter des Alice-Salomon-Berufskollegs an der Akademiestraße. Das hat mehr als 2600 Schüler, da ist eine große Aula wichtig. Sie kann derzeit aber nicht komplett genutzt werden. Die ersten Sitzreihen sind komplett gesperrt, weitere Sitze sind kaputt, die Technik ist veraltet. Verständlich, dass Kohtz-Cavlak sich darüber freut, dass die Aula für 1,5 Millionen Euro saniert werden soll. „Ich bin total glücklich“, sagt er. Am nächsten Donnerstag, 14. Dezember, entscheidet der Rat, ob der Umbau in Angriff genommen wird. Damit wäre aber nur ein Problem des Kollegs gelöst.


Foto: Jürgen Theobald

Die einzelnen Ausschüsse haben bereits zugestimmt, dass die Sanierung mir Geldern aus dem Konjunkturpaket IV finanziert wird. Kohtz-Cavlak geht davon aus, dass das auch der Rat macht. Er weiß aber auch, dass es dann dauern wird, bis die Aula ein neues Gesicht bekommt. Erst kommt die Ausschreibung, dann das Auswahlverfahren, erst dann wird gebaut.
Viele Fenster, mit Licht durchflutet, Konferenztechnik. Er weiß immerhin schon, wie die neue Aula aussehen könnte, aussehen sollte. „Eine große Bühne zu haben ist toll. Die wird ja jetzt schon von anderen Gruppen genutzt. Die Laienspielschar von Aral ist zum Beispiel bei uns aktiv.“ Wenn die Aula saniert sei, könnte er sich vorstellen, dass sie auch für weitere Gruppen interessant wäre.

Klassenräume fehlen

Die Aula wird voraussichtlich saniert, die Fassade des Kollegs ist saniert, die Turnhalle ist fertig, hat eine neue Decke, einen neuen Boden. „Das ist alles prima“, sagt Kohtz-Cavlak. „Das größte Problem aber ist, dass uns weiterhin Räume fehlen. Wir werden gewollt größer. Die Stadt will das ja auch. Wir bilden in Berufen aus, bei denen Fachkräfte benötigt werden: Erzieher und Pflegekräfte. Wir haben ja auch schon weitere Gebäude und damit Klassenräume zur Verfügung gestellt bekommen. Wir haben aber sogar darüber hinaus Bedarf.“
Derzeit nutzt das Kolleg zusätzlich 20 Räume in einem Gebäude an der Fahrendeller Straße sowie vier Räume in einem Gebäude an der Von-der-Recke-Straße. „Wir brauchen eine vernünftige Lösung“, sagt Kohtz-Cavlak. „Jede Ausgliederung ist schlecht. Die Stadt muss sich da mittel- bis langfristig etwas überlegen.“
Bei einem anderen Problem hofft er auf eine kurzfristige Lösung. „Auch mit der Verwaltung platzen wir aus allen Nähten. Die Kollegen müssen sich kleine Räume teilen. Wir haben einen Antrag gestellt, dass die alte Gymnastikhalle umgenutzt wird. Sie wird nicht mehr benötigt. Der Umbau würde an die 100 000 Euro kosten. Aber dann hätten wir genug Platz.“
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Es leuchtet und glänzt an jeder Ecke, fröhliches Stimmengewirr liegt in der Luft und ein süßer, vorweihnachtlicher Duft nach Popcorn, Waffeln und Tannenzweigen schwebt durch das Foyer. Es ist wieder soweit: auch in diesem Jahr veranstaltet „Alice hilft“ einen schulweiten Adventsmarkt, dessen Erlös für das Projekt „Containerdorf im Nordirak“ bestimmt ist.
Neben einem bunten Mix an liebevoll gestalteten Dekorationsmöglichkeiten wie von den Schülern selbst gebastelte Adventskränze oder Weihnachtssterne sorgen auch nachhaltig hergestellte „Upcycling Produkte“ wie Häkelherzen und Holzengel für eine stimmungsvolle Adventszeit und werden demnächst den ein oder anderen Weihnachtsbaum zu Hause schmücken.
Wer möchte, überrascht seine Lieben mit dem Kauf selbst hergestellter Leckereien wie Marmelade, Ruhrgebietshonig oder speziell zusammengestellte Weihnachtsbackmischungen. Nach einem professionellen Umstyling durch Schülerinnen und Schüler der Friseurklassen bietet sich dann auch die Möglichkeit, sich auf einem Foto verewigen zu lassen und vielleicht sogar den oder die Liebste/n damit zu erfreuen.
Auch in diesem Jahr haben sich die Mühen und Vorbereitungen also gelohnt – mit zufriedenen Gesichtern einerseits und mehr als 900 Euro als Erlös für das Containerdorf andererseits – ein gelungenes Fest, das auch im nächsten Jahr nach Wiederholung ruft!

Foto: DRVG